Dürbeck: Zwischenlösungen für Oper und Schauspiel möglichst vermeiden

CDU-Fraktion erwartet Bericht über Zustand der Theaterdoppelanlage

Dr. Thomas Dürbeck, Stadtverordneter
Dr. Thomas Dürbeck, Stadtverordneter
Frankfurt am Main, 23. November 2019 - Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, Dr. Thomas Dürbeck, unterstützt die jüngsten Äußerungen von Baudezernent Jan Schneider, beim Thema Oper und Schauspiel schnell zu Entscheidungen zu kommen, sobald die Stabsstelle „Zukunft der Städtischen Bühnen“ die Prüfung beendet hat, ob und wie eine Sanierung im Bestand unter Wahrung des Bestandsschutzes möglich ist.

„Die Debatte treibt seit zwei Jahren vor sich hin. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht eine zügige Entscheidung von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung. Für diesen Grundsatzbeschluss zur Zukunft der Städtischen Bühnen muss es jetzt bald den Bericht geben, der von der Stabsstelle erarbeitet wird“, so Dürbeck. „Solange die Ergebnisse nicht vorliegen, sind Festlegungen auf einen Neubau oder eine Sanierung nicht möglich“.

Die CDU-Fraktion gehe gleichwohl die Standortfrage vorbehaltlos an. „Es kann doch keine Denkverbote zu einzelnen Optionen geben!“, macht Dürbeck deutlich. „Wichtig erscheint mir, dass Interimsspielstätten vermieden werden, weil sie das Vorhaben verteuern und die hohe künstlerische Qualität der Bühnen gravierend beeinträchtigen“, so der Stadtverordnete. Abgesehen davon sei es kaum möglich, in Frankfurt für 1.200 Beschäftigte der Bühnen effektiv funktionierende Interimsstätten zu finden. „Wenn die Kommission tatsächlich zum Ergebnis kommt, dass eine Sanierung nur mit Interimslösungen möglich ist und sich die Kosten kaum von einem Neubau unterscheiden, muss über die Standortfrage entschieden werden“, meint Dürbeck. Dies müsse nicht heißen, dass die Fläche am Willy-Brandt-Platz für eine bürgernahe städtische Nutzung verloren gehe. „Selbst bei einer kompletten Standortverlagerung der Bühnen können die Flächen am Willy-Brandt-Platz weiter im städtischen Besitz bleiben“. Dürbeck versteht nicht, warum jedem Befürworter einer Standortverlagerung die Verwertung des Standortes am Willy-Brandt-Platz unterstellt wird.

„In jedem Fall sollte bei einem Neubau aber ein internationaler Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden“. Damit wendet sich der Kulturpolitiker gegen die vom früheren SPD-Unterbezirksvorsitzenden und Stadtplaner Martin Wentz vorgestellten Pläne für ein architektonisch wenig spektakuläres neues Haus am Osthafen. Gleichwohl sei zu begrüßen, dass die SPD-Fraktion im Römer ihrem Parteifreund Wentz jetzt folge und den womöglich geeigneten Standort im Osthafen überhaupt in Betracht ziehe. „Lange war die Frankfurter SPD ja der Meinung, der Standort am Willy-Brandt-Platz ist für beide Sparten unantastbar“, merkt Dürbeck an.

„Wir warten jetzt die Ergebnisse und konkreten Zahlen der Bühnen-Stabsstelle ab, aber dann wird die CDU-Fraktion unverzüglich beraten und einen Vorschlag machen. Dabei muss im Mittelpunkt stehen, das hohe künstlerische Niveau von Schauspiel und Oper nicht zu gefährden. Aber auch haushaltspolitische Bewertungen werden bei einem aktuellen Schuldenstand der Stadt von gut zwei Milliarden Euro unumgänglich sein“, so Dürbeck abschließend.

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