Dürbeck: Über die Paulskirche nicht nur reden, sondern handeln!

CDU-Fraktion will bis zur 175-Jahrfeier fertige Sanierung und neues Dokumentationszentrum

Dr. Thomas Dürbeck, CDU-Stadtverordneter
Dr. Thomas Dürbeck, CDU-Stadtverordneter
Frankfurt am Main, 02. Juli 2019 - „Wir begrüßen sehr, dass sich Peter Feldmann unser Konzept zu Eigen macht, die Paulskirche zu einem ‚Lernort der Demokratie‘ aufzuwerten.

Eine Rekonstruktion des klassizistischen Originals halten wir jedoch nach wie vor für falsch“, reagiert heute der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, Dr. Thomas Dürbeck, auf Medienberichte, über die verlautet wird, der Oberbürgermeister strebe zusätzlich zur Sanierung eine Rückkehr zum Originalbau und den Neubau eines „Demokratiezentrums“ an der Berliner Straße an.

Dürbeck macht auch deutlich, dass die bevorstehende 175-Jahrfeier der Deutschen Nationalversammlung von 1848 sowie die Aussicht auf Bundeszuschüsse in diese Zusammenhang eine große Chance bieten, die Paulskirche als „Wiege der deutschen Demokratie“ im nationalen Bewusstsein der Bundesrepublik Deutschland stärker als bisher zu verankern. „So, wie es jetzt ist, kann es bis 2023 nicht bleiben. Geht es nach dem OB, wird bis 2023 diskutiert, wie es gemacht werden könnte. Ein offener Diskurs ist gut, darf aber nicht vier Jahre dauern. Wir wollen bis zum Jubiläum, zu dem Deutschland nach Frankfurt blicken wird, eine fertige Sanierung der Paulskirche erreichen sowie ein neues Besucher- und Dokumentationszentrum umsetzen“, so Dürbeck, der unterstreicht, dass seine Fraktion vor fast einem halben Jahr einen entsprechenden Antrag in die Koalitionsberatungen eingebracht habe, der immer noch nicht freigegeben sei. „Dieser Antrag ist die richtige Grundlage für eine Diskussion, wie die Paulskirche aufgewertet werden kann. Er könnte längst den Stadtverordneten vorliegen, aber der OB hat seine Genossen von der SPD-Fraktion vorerst gestoppt. So verstreicht wertvolle Zeit, was nicht weiter schlimm wäre, wenn aus dem zuständigen Dezernat des Oberbürgermeisters wenigstens eigene, konkrete Beschlussanregungen kämen, die eine politische Handlungsfähigkeit des Oberbürgermeisters in diesem Punkt nahelegen würden. Aber es ist nichts in Sicht. Reden allein, und das vier Jahre lang, wird, bei aller Wichtigkeit der Diskussion über die Grundlagen unserer demokratischen Freiheiten, nicht reichen. Wir wollen den Bundespräsidenten – oder die Bundespräsidentin – 2023 mit einer ‚neuen‘ Paulskirche begrüßen, die ihrem Rang als Demokratiedenkmal umfassend gerecht wird“, so Dürbeck. 

Zur Frage der Rekonstruktion wiederholt der Stadtverordnete nochmals die Position der CDU-Fraktion: „Die Paulskirche als Tagungsort der Deutschen Nationalversammlung von 1848/49 ist nicht nur Geburtsstätte unserer deutschen Demokratie, in ihrer jetzigen Ausstattung und Erscheinungsform ist sie als frühes Zeugnis der Wiederaufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg ein Symbol für mehr als 70 Jahre freiheitlich-parlamentarische Verfassung in Deutschland geworden. Deshalb sollte ihre 1948 gewählte Gestaltung bei einer Sanierung unbedingt respektiert werden. Das gebietet auch der Respekt vor der Leistung der Stadtväter und der Bauleute in jenen Jahren, die angeführt von Oberbürgermeister Walter Kolb – den sich Peter Feldmann sehr oft zum Vorbild nimmt – unter den schwersten Bedingungen der unmittelbaren Nachkriegszeit rechtzeitig einen Wiederaufbau der schlimm kriegszerstörten Paulskirche zur 100-Jahrfeier der Nationalversammlung 1948 geschafft haben“.  

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