Daum: Frankfurt für die Mobilitätsansprüche der Zukunft fit machen!

CDU-Fraktion begrüßt Einigung mit dem „Radentscheid“

Martin Daum, CDU-Stadtverordneter
Martin Daum, CDU-Stadtverordneter
Frankfurt am Main, 18. Juni 2019 - Die CDU-Fraktion sieht in der Einigung der Römer-Koalition mit dem Radentscheid einen vernünftigen Ansatz, Frankfurt am Main attraktiver für Radfahrende zu gestalten und für die Mobilitätsansprüche der Zukunft fit zu machen.

„Das ist ein ebenso tolles wie maßvolles Ergebnis, mit dem alle Verkehrsarten zufrieden sein können“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Martin Daum. Der Ausbau eines sicheren Radwegenetzes sei ein wichtiger Baustein der CDU-Verkehrspolitik, die ein gemeinsames Miteinander aller Verkehrsteilnehmer in der Stadt anstrebe.

„Es geht uns darum, das eine zu fördern, ohne andere zu benachteiligen“, sagt Daum. Für die CDU-Fraktion sei es folglich ein besonders wichtiger Punkt in der erzielten Einigung, dass es nicht ohne vorherige Probephasen, die evaluiert und durch wissenschaftliche Verkehrsuntersuchungen begleitet werden, zu dauerhaften baulichen Umgestaltungen auf den Frankfurter Hauptverkehrsstraßen wie etwa der Friedberger Landstraße kommt. „Auch die Rückabwicklung von vorübergehenden baulichen Trennungen und Markierungen ist möglich, wenn ein Abschnitt offenkundig nicht funktioniert. Wir haben damit ein für alle sehr gutes Ergebnis. Die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer bekommen Sicherheit, aber es gibt keine Schnellschüsse zu Lasten des Autoverkehrs, mit denen von jetzt auf gleich unabänderliche Fakten geschaffen und neue Radverkehrsanlagen über die ganz Stadt verteilt werden. Stattdessen erreichen wir zunächst mit den provisorischen bestandsnahen Markierungslösungen an einigen neuralgischen Stellen Verbesserungen für Radler, zum Beispiel in der Hanauer Landstraße“, so Daum, der überdies betont, dass die CDU-Fraktion erreichte habe, die wichtigen Verkehrsadern Berliner Straße und Eschersheimer Landstraße nicht in den Maßnahmenkatalog aufzunehmen. „Hier bleibt es in jedem Fall bei zwei Fahrspuren für den Autoverkehr“. Daum stellt weiterhin als Verhandlungserfolg der CDU-Fraktion heraus, dass auch Parallelrouten abseits der Hauptverkehrsstraßen umgesetzt oder geprüft werden.

„So können sichere Verbindungen für Radfahrende geschaffen werden, ohne auf wichtigen Verkehrsachsen für den Autoverkehr Fahrspuren wegzunehmen und damit lange Staus zu riskieren“. Vorgesehen sei laut Daum eine Parallelroute an der Friedberger Landstraße zwischen Friedberger Platz und Egenolffstraße über die Rotlintstraße, geprüft würden solche Strecken für die Hanauer Landstraße und die Mainzer Landstraße. „Wir haben immer gesagt, dass zunächst auch andere Möglichkeiten ausprobiert werden müssen, bevor auf Hauptverkehrsstraßen die Fahrspuren zu Lasten der Autofahrerinnen und Autofahrer umgebaut werden. Wenn es außerdem gelingt, Verbindungen 2 über Nebenstraßen wie den Oeder Weg, die Gutzkowstraße oder die Frankenallee fahrradfreundlicher zu gestalten, bringt das gerade in Stadtteilen mit einer hohen Verkehrsdichte eine völlig neue Angebotsqualität, die zum Umsteigen auf das Rad anregen sollte“, ist Daum überzeugt. Der Verkehrspolitiker stellt in diesem Zusammenhang klar, dass die CDU urbane Zentren attraktiver für Fahrradfahrer gestalten will und verweist darauf, dass in dem Einigungspapier nicht nur Vorschläge des Radentscheids aufgeführt sind, sondern auch Initiativen der CDU-Fraktion wie etwa die Ausweisung der Schweizer Straße als Fahrradstraße in dem langen Abschnitt zwischen Gartenund Hedderichstraße.

„Das Wachstum und die Verdichtung unserer Stadt mit steigenden Verkehrsaufkommen zwingen uns, neue Wege zu gehen. Frankfurt muss ohne Zweifel noch fahrradfreundlicher werden. Dazu sind Investitionen der Stadt in den Ausbau von Fahrradwegen nötig sowie größere Anreize für Autofahrer, auf den PKW zu verzichten. Aber eines muss auch klar sein: Die Leistungsfähigkeit des Frankfurter Straßennetzes auch für den motorisierten Verkehr und besonders für den Wirtschaftsverkehr muss ausreichend gewährleistet bleiben“, unterstreicht der Stadtverordnete. Daum ist abschließend zuversichtlich, dass die in der Einigung festgelegten Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs erheblich beitragen: „Uns haben die stets angenehmen und konstruktiven Gespräche mit dem Radentscheid viel an neuer Sachkenntnis gebracht. Wir bedanken uns deshalb auch bei den Initiatoren, den Vertrauensleuten und den Unterzeichnern des Bürgerbegehrens, dass sie dieses Thema so nachdrücklich wie überlegt in die kommunalpolitisch notwendige Debatte zur Mobilität der Zukunft eingebracht haben“.

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