FA Wirtschaft: CO2 Ausstoß der gesamten Lufthansa Flotte entspricht dem Jahresausstoß von einem von 148 deutschen Kohlekraftwerken

Frankfurt am Main, 03. Juni 2019 - Haben Sie schon einmal in dem First Class Sitz oder einem Business Sitz der Deutschen Lufthansa gesessen? Oder konnten Sie schon einmal auf dem linken Sitz des Kapitäns einer Boeing 747-800 Platz nehmen? 

 

Die neunzehn Mitglieder des Fachausschusses, die am 22. Mai 2019 die Halle 5 der deutschen Lufthansa betreten durften, konnten gestern bei der Lufthansa Technik Führung unter der fachkundigen Leitung von Technik Manager Weiland und der Purserin Wetzestein unmittelbar mit einem Großraumjet auf dem Weg nach Rio de Janeiro in Tuchfühlung kommen.

Nach der ausführlichen Besichtigung des Jets von außen und innen konnten die Mitglieder des Fachausschusses sich mit einem Vortrag über den größten hessischen Arbeitgeber mit inzwischen 135.000 Mitarbeitern weltweit und einer Flotte von 763 Flugzeugen über die Deutsche Lufthansa AG informieren. 128 Mio. Passagiere, 2 Mio. Tonnen Fracht wurden 2018 transportiert. Die Technik hat 4.600 Flugzeuge in der Wartung. Die Mitglieder des Fachausschusses erfuhren, dass der Luftverkehr weltweit um 4,9 % wächst, davon in Europa 3,7 %. Der Anteil des Luftverkehrs an der CO2 Emission beträgt 2,83%, 40,34 % beträgt der Anteil CO2 Emission weltweit für Strom und Wärme und 18,91 % ist der Anteil für Industrie.

Der gesamte Ausstoß der Deutschen Lufthansa in einem Jahr entspricht dem Ausstoß von einem von 148 Kohlekraftwerken in Deutschland. Der gesamte europäische Luftverkehr trägt zu 0,5 Prozent zu den weltweiten CO2 Emissionen bei.

Im Anschluss an den faktenreichen Vortrag der Lufthansa zum CO2 Ausstoß des Luftverkehrs diskutierten die Mitglieder auch den Vorschlag des sozialdemokratischen Spitzenkandidaten für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten, Frans Timmermans, alle Kurzstreckenflüge zu verbieten. Es bestand die Einsicht, dass die Informationen des Vortrages zur Versachlichung der Diskussion beigetragen haben und letztlich der Wähler des Europaparlamentes darüber entscheiden wird, ob solche Positionen mehrheitsfähig sind. 

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