Zu Löwenstein: Wächst der Flughafen weiter, muss ein zusätzlicher S-Bahnanschluss kommen

CDU-Fraktion steht zum Bau des Terminals 3

Michael zu Löwenstein, Vorsitzender der CDU-Römerfraktion
Michael zu Löwenstein, Vorsitzender der CDU-Römerfraktion
Frankfurt am Main, 02. Mai 2019 - Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Römer, Michael zu Löwenstein, ist anlässlich der heutigen Grundsteinlegung für das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen zuversichtlich, dass dieses zusätzliche Empfangs- und Abfertigungsgebäude, dessen Flugsteig G bereits 2021 in Betrieb gehen werde, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens stärken wird.

„Beim Frachtverkehr sind wir in Europa weiter ganz an der Spitze, bei den Passagieren auf Rang 4 mit absehbar bald 70 Millionen Fluggästen im Jahr. Mittlerweile 95 Airlines fliegen zu 311 Zielen in weltweit 97 Staaten. Dieser geradlinige Erfolgskurs des Flughafens liegt im Interesse der Stadt Frankfurt am Main, denn die Rollenvielfalt der Mainmetropole als Zentrum für Finanzdienstleistungen, als Industriestadt, als Messe-, Tagungs- und Kongressstadt sowie als Knotenpunkt der Wissenschaften mit insgesamt Zehntausenden von Arbeitsplätzen hängt unmittelbar an den Kapazitäten des Flughafens“, so Löwenstein.

Angesichts der wachsenden Konkurrenz durch Flughäfen im Nahen- und Mittleren Osten, in Europa und auch in Deutschland müsse sich der Frankfurter Flughafen weiterentwickeln, um seine Stärken zu behaupten, begründet der Fraktionsvorsitzende die Unterstützung der Frankfurter CDU für das neue Terminal, dessen Baustelle die Stadtverordneten erst kürzlich besichtigt haben. „Wer fliegt, legt bei seiner Entscheidung über den richtigen Flug zwei Kriterien zugrunde: Preis und Verbindungszeit. Fakt ist, dass die Parkpositionen für die Airlines nicht mehr lange ausreichen und auch bei der Passagierabfertigung die Staus an den Terminals 1 und 2 zunehmen. Aber auch die Anreise zum Flughafenterminal und umgekehrt die Fahrt in die Frankfurter City darf in einer hochmobilen Region wie dem Rhein-Main-Gebiet nicht zu einer umständlichen Umsteige-Odysee werden“.

Die CDU-Fraktion halte deshalb an einem S-Bahnanschluss für das Terminal 3 fest. „Die weiter steigenden Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen sind zwar sehr erfreulich. Die vorhandenen Kapazitäten des Schienennetzes stoßen aber jetzt schon an ihre Grenzen. So, wie der Flughafen im Süden wächst, wird über kurz oder lang ein Netzanschluss des neuen Terminals, etwa an die S7, unvermeidlich sein. Wir werden beantragen, die bisher nur optionierte Trasse für diese S-Bahnanbindung in den angekündigten neuen Gesamtverkehrsplan verbindlich aufzunehmen“, kündigt Löwenstein an.

Für die CDU-Fraktion reiche es nicht aus, das Terminal 3, das im Vollbetrieb ab 2024 für bis zu 25 Millionen Passagiere im Jahr ausgelegt sein wird, nur mit einer PTS-Bahn an den nördlichen Bereich des Flughafens und damit umständlich an den DB-Regionalbahnhof anzubinden. Dieser weise ohnehin schon Engpässe auf und werde 2019 mit dem neuen Haltepunkt von S 8 und S 9 in Gateway Gardens zusätzlich eine Belastungsgrenze erreichen. „Die Züge sind voll“, gibt Löwenstein zu Bedenken.

„Wir halten aus diesen Gründen eine direkte Erschließung des neuen Terminals durch die S 7 für richtig, auch um den zusätzlichen Verkehr in den umliegenden Ortschaften Zeppelinheim, Mörfelden und Walldorf zu vermeiden, den eine Anbindung des T3 über die dortigen S-Bahnhöfe als ‚kleine‘ Lösung bringen würde. Im übrigen würde eine derart umständliche Anbindung keinesfalls den Qualitätsansprüchen des Frankfurter Flughafens genügen“, so der Fraktionsvorsitzende, der abschließend hinzusetzt: „Geht die erste Ausbaustufe 2021 ohne S-Bahnanschluss in Betrieb, wird sich schnell zeigen, dass eine direkte Anbindung an das S-Bahnnetz nur Vorteile für den Welt- und größten deutschen Verkehrsflughafen Frankfurt/Main bringt. Wir gehen davon aus, dass diese Überlegungen bei den weiteren Gesprächen zwischen Fraport, der Landesregierung und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund eine Rolle spielen und sind zuversichtlich, dass am Ende eine vernünftige Entscheidung zur ÖPNV-Anbindung des Terminals getroffen wird“.   

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