David: Gebrauch von Cannabis liegt nicht im öffentlichen Interesse

CDU-Fraktion weist „Petition“ für „Cannabis Social Club“ zurück

Verena David, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Verena David, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 25. Juni 2013 - Die CDU-Fraktion im Römer spricht sich gegen die in Form einer „Petition“ an die Stadtverordnetenversammlung vorgebrachte Idee zur Eröffnung eines „Cannabis Social Clubs“ in Frankfurt am Main aus.

„Die Forschung und Literatur geht heute davon aus, Cannabisgebrauch könne sowohl zu psychischer als auch körperlicher Abhängigkeit führen. So entwickeln etwa zehn Prozent der Cannabiskonsumenten eine körperliche Abhängigkeit. Von den Personen, die sich mit ihrer Cannabisabhängigkeit einem Behandlungsprogramm unterziehen, haben über 50 Prozent sogar Entzugssymptome, die denen von Opiat- und Alkoholentzügen entsprechen“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Verena David.


„Cannabis schädigt das Zentralnervensystem, es kann zu Angststörungen, schizophrenen Psychosen oder Depressionen kommen“, so David weiter. Neuere Studien hätten gezeigt, dass die Gedächtnisleistung und damit auch das Verbalgedächtnis, welches für das Lernen sehr wichtig ist, sogar nach einer halbjährigen Cannabisabstinenz dauerhaft eingeschränkt bleibe. Cannabis könne Atemwegserkrankungen wie etwa chronische Bronchitis und ein erhöhtes Krebs- und Herzinfarktrisiko zur Folge haben. „Deshalb lehnt die CDU-Fraktion im Römer eine solche Initiative zur Legalisierung des Cannabiskonsums in einem sogenannten ‚Cannabis Social Club‘, der aus guten Gründen in Deutschland verboten ist, ab“, so Verena David.

Die Stadtverordnete widersprach der Auffassung des Petenten David Bernd, seitens der Stadt Konsumräume für Cannabis im Rahmen eines Modellversuchs zu beantragen, liege im öffentlichen Interesse. Es könne nicht dem öffentlichen Interesse entsprechen und damit dem Gemeinwohl dienen, einen Raum zu schaffen, der Suchtpotentiale und irreversible körperliche Beeinträchtigungen durch legalen Konsum von Cannabis fördere. „Marihuana oder Haschisch, die beiden wichtigsten Handelsformen von Cannabis, sind die in Deutschland am häufigsten konsumierten illegalen Drogen. Die Zahl der regelmäßigen Konsumenten insbesondere unter jungen Erwachsenen, ist besorgniserregend hoch“, erläuterte die Gesundheitspolitikerin.

David wandte sich in diesem Zusammenhang auch gegen die mit dem vermeintlich „cool“ klingenden Namen „Cannabis Social Club“ einhergehende Verharmlosung des Drogenkonsums. Das Beispiel der Niederlande, in denen der Gebrauch bereits in den sogenannten „Coffee-Shops“ legalisiert ist, zeige, dass dort insbesondere befragte 14- bis 16jährige Jugendliche der irrtümlichen Meinung sind, Cannabis sei ungefährlich. „Jugendliche, die Cannabis rauchen, haben jedoch ein sechsfach höheres Risiko, später härtere Drogen zu konsumieren, als ihre Altersgenossen, die kein Cannabis zu sich nehmen. Deshalb wird es mit uns in Frankfurt am Main keinen ‚Cannabis Social Club‘ geben“, so David abschließend.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben