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10.03.2017, 10:54 Uhr | Übersicht | Drucken
Fay: Qualifizierung und Weiterbildung wird immer wichtiger: Richtigerweise finanziert durch die Wirtschaft und nicht durch den Steuerzahler

Frankfurt am Main, 10. März 2017. Die Digitalisierung von Wirtschaft und Arbeitswelt machen Weiterbildung und Qualifizierung immer wichtiger. Wissen bekommt eine kürzere Halbwertzeit, technologische Umbrüche erfordern neue berufliche Profile.



Christoph Fay, Vorsitzender des Fachausschusses Wirtschaft der Frankfurter CDU
 
Die Weiterbildung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist im ureigenen Interesse eines jeden Unternehmens. Fast 60 Mrd. € investieren die Unternehmen in Deutschland aus eigenen Mitteln jährlich in Aus- und Weiterbildung. Hinzu kommt die Umsetzung von Maßnahmen für Arbeitslose durch die Bildungswerke der Wirtschaft.

Christoph Fay kritisierte heute das von Martin Schulz vorgeschlagene Positionspapier vom 6. März 2017 zum Arbeitslosengeld Q. Das Positionspapier helfe wohl, einige wegen der Agenda 2010 verlorengegangene SPD Wähler zu aktivieren, die Kanzler Schröder und Kanzleramtschef Steinmeier gegen den Widerstand von Teilen der SPD durchgesetzt haben. Christoph Fay ist überzeugt, dass ein Arbeitslosengeld Q aber nicht helfe, Arbeitslose in den Arbeitsmarkt zurückzuführen: „Die Ideensammlung von Europapolitiker Martin Schulz mit Vorschlägen zu einem Weiterbildungsanspruch, Arbeitslosengeld Q, Verlängerung der Rahmenfrist und Verkürzung der Anwartschaftszeiten in der Arbeitslosenversicherung wird Milliarden Zusatzkosten verursachen, aber Arbeitslosigkeit bekämpft sie nicht, sie verlängert und verfestigt sie nur“, stellte Fay fest. Diese rückwärtsgewandten Vorschläge lieferten keine zukunftsfähigen Antworten auf die anstehenden Herausforderungen. Sie verführten zu Warteschleifen und am Ende stehe ein staatlich finanzierter Parkplatz vor der Rente.

Nach Christoph Fays Einschätzung geht das SPD-Papier an den Problemen des Arbeitsmarkts vorbei und ziele auf Arbeitslosengeldempfänger, deren Zahl seit Jahren sinkt und die in der Regel schnell wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen können. Statt diesem Personenkreis den falschen Eindruck zu vermitteln, zunehmend von Arbeitslosigkeit bedroht zu sein, wäre es richtig, das Problem der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit anzugehen und strukturelle Defizite in der Grundsicherung zu beseitigen. Das Recht auf Qualifizierung verbunden mit einem auf bis zu vier Jahre verlängerten „Arbeitslosengeld Q“ sei kontraproduktiv, meinte Fay. Es mache Qualifizierung, deren grundlegende Bedeutung – gerade für Ältere – unbestreitbar ist, zum Allheilmittel für Problembeseitigung, selbst wenn eine schnelle Aktivierung und Einmündung in Arbeit erfolgen kann.

Ein Rechtsanspruch auf Weiterbildung verbunden mit einem „Arbeitslosengeld Q“ verleite dazu, Qualifizierung nur anzustreben, um länger Arbeitslosengeld zu erhalten. Mit dem Arbeitslosengeld Q werde der fatale Eindruck erweckt, es bleibe Zeit, sich eine Stelle zu suchen, damit verfestige sich die Arbeitslosigkeit. Abschließend stellte Christoph Fay fest: „Qualifizierung auf Vorrat ohne Orientierung am Arbeitsmarkt und unnötige Warteschleifen helfe niemandem.“



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