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06.11.2017, 11:45 Uhr
Frank Nagel bewertet Test mit hochautomatisierten Fahrzeugen auf dem Flughafen bezüglich ihrer Alltagstauglichkeit
Ist der Einsatz von Autonomen Fahrzeuge als Quartierbusse möglich?
Frankfurt am Main, 06. November 2017 - Vom 23. Oktober bis zum 3. November testeten Fraport und R+V auf dem Flughafen selbstfahrende Fahrzeuge unter realen Straßenbedingungen im Fahrgastverkehr. Nach dem die beiden Fahrzeuge nun insgesamt vier Wochen in Frankfurt waren, machte sich der Vorsitzende des Fachausschuss Verkehr der Frankfurter CDU, Frank Nagel, am letzten Einsatztag nochmals einen Eindruck um die Alltagstauglichkeit zu bewerten.

Um die beiden selbstfahrenden Fahrzeuge in unterschiedlichen Verkehrssituationen zu erproben wurden die Busse auf einer rund 1,5 Kilometer langen Strecke auf dem Flughafen Frankfurt zwischen dem Tor 75 (Terminal 1) und dem Tor 1 (Terminal 2) auf einer Strecke mit Haltepunkten am Tor 3 und am Gebäude 162 eingesetzt. Dort fuhren die Fahrzeuge im Fraport-Bereich zwischen allen Autos, Flugzeugschleppern, Rettungsdiensten und Fracht- und Gepäcktransportern. Alleine am Tor 3 fahren täglich rund

2.600 Fahrzeuge, davon rund die Hälfte LKW, ein und aus und kreuzten damit die Strecke der autonomen Busse. Die hochautomatisierten Kleinbusse wurden in einem sehr belebten Straßenbereich mit Fußgängerüberwegen und mehreren Haltestellen erfolgreich und ohne Unfälle eingesetzt. Die Fahrzeuge wurden gemäß der Organisation für Mobilitätstechnologie (SAE) definierten Fahrmodi als Level 4 mit einem Fahrzeugbegleiter betrieben der im Notfall hätte eingreifen können.

Der praktische Test zeigte, dass die Fahrzeuge noch nicht ganz alleine unterwegs sein können. Ein fehlendes GPS-Signal oder ein falsch abgestelltes Fahrzeug führt dazu, dass der Bus lieber einfach stehen bleibt und abwartet.

Sicherheit geht immer vor. Hier muss dann der Begleiter eingreifen und signalisieren, dass alles in Ordnung ist oder um das Hindernis herum dirigieren.

Doch als vollautomatisierte Kleinbusse bieten sie eine gute Perspektive um beispielsweise als Quartierbusse eine Ergänzung für den Öffentlichen Nahverkehr zu bieten. Die vollautomatisierten Fahrzeuge werden ohne Fahrer eingesetzt. Für den Vorsitzenden des Fachausschuss Verkehr der Frankfurter CDU, Frank Nagel, ein wichtiges Argument: „Einerseits sind Busfahrer ein permanenter Engpass im Ballungsraum und andererseits machen sie fast die Hälfte der Kosten eines Busangebotes aus.“ Außerdem sind diese Fahrzeuge mit sechs bis acht Sitzplätzen nochmals deutlich kleiner als herkömmliche Achtsitzer mit Fahrer und sind auch für kleinste Straßen und Gassen geeignet wo kein normaler Bus fahren kann. „Diese Kleinbusse bieten die Möglichkeit die Anbindung innerhalb eines Stadtteils völlig neu zu organisieren“, so Nagel weiter. Eine eng getaktete Verbindung zur nächstgelegenen Straßenbahn- oder Buslinie bietet die Möglichkeit, dass mehr Fahrgäste den öffentlichen Nahverkehr nutzen können, ohne dass alle Busse quer durch einen Stadtteil fahren müssen – sofern sie dies überhaupt können.

 

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